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Einbrecherbande zerschlagen

Einbruchwerkzeug, Waffen und Beutestücke
Einbrecherbande zerschlagen
Mit europaweiten Ermittlungen gelang der Bonner Polizei ein nachhaltiger Schlag gegen eine organisierte Einbrecherbande.

Die Fahnder des Kriminalkommissariats 21, die auf die Aufdeckung organisierter Kriminalitätsstrukturen spezialisiert sind, kamen auf die Spur einer Gruppierung aus dem ehemaligen Jugoslawien, die insbesondere auf dem Gebiet des schweren Bandendiebstahls, der bandenmäßigen Hehlerei sowie der Urkunden- und Kennzeichenfälschung hochaktiv war.

Verdeckt Ermittlungen führten bereits vor rund zwei Wochen zu Festnahmen und Durchsuchungen. Am 11. Januar 2017 vollstreckten die Ermittler bereits fünf Haftbefehle gegen Mitglieder der Bande - zwei weitere Personen wurden vorläufig festgenommen.

Am 24. Januar 2017 schlugen die Ermittler ein weiteres Mal zu: Unterstützt von Spezialkräften erfolgte neben der Durchsuchung von insgesamt sechs Wohnungen auch die Festnahme von zwei weiteren Tätern, gegen die bereits auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft Haftbefehle erwirkt worden waren.

 

Europaweite Ermittlungen

Die intensiven, seit Monaten europaweit durchgeführten Ermittlungen wurden eng mit Staatsanwalt Dr. Andreas Riedel abgestimmt und führten auch zur Beschlagnahme umfangreichen Beweismaterials.

Die im polizeilichen Fokus stehenden Personen sind hierbei nach dem aktuellen Ermittlungsstand überwiegend familiär untereinander verbunden. Mitglieder der Gruppierung wohnen im Bereich Wachtberg, Köln und Gummersbach. Darüber hinaus sind weitere Beschuldigte in Frankreich wohnhaft oder haben familiäre Beziehungen dorthin.

Die bandenmäßig begangenen Einbrüche wurden am Niederrhein bis hin in das nördliche Rheinland-Pfalz begangen. Die Beute wurde nach den bisherigen Feststellungen zumeist am nächsten Tag im Kölner Stadtgebiet an mögliche Hehler weitergegeben.

 

Einbruch und Pkw-Diebstahl

Teile der Gruppe haben sich auf Einbrüche mit der Zielrichtung des Pkw-Diebstahls (Home-Jacking) spezialisiert. Unsere Ermittler fanden heraus, dass die entwendeten hochwertigen Fahrzeuge mit Doubletten-Kennzeichen, gefälschten Siegeln, TÜV-Stempeln, Fahrzeugscheinen und Fahrzeugbriefen ausgestattet über die Internet-Plattform auf dem Markt angeboten wurden.

Durch weitere Bandenmitglieder wurden aber auch Fahrzeuge, welche in Belgien, Frankreich und den Niederlanden durch Home-Jacking entwendet wurden, auf diese Art und Weise an arglose Käufer verkauft. Erst bei der Zulassung der entwendeten Fahrzeuge wurden die Fahrzeuge als gestohlen erkannt und sichergestellt.

 

Konspirative Begehungsweise 

Bei den verdeckt durchgeführten Ermittlungen stellte sich auch heraus, wie die Täter arbeitsteilig vorgehen. Während eine Tätergruppierung sich fast ausschließlich mit dem Verkauf von gestohlenen Fahrzeugen beschäftigt, arbeiten andere an der Fälschung von Fahrzeugpapieren, -briefen, TÜV-Stempel und Siegel. Wiederum andere Gruppen beschäftigen sich mit Einbruchsdiebstählen.

Die Personen wechseln häufig ihre Telekommunikationsmittel bzw. nutzen zur Tatbegehung zuvor billig gekaufte, jedoch nicht umgemeldete Fahrzeuge. Das Einstellen der zuvor entwendeten Fahrzeuge in Internet-Plattformen erfolgt in Internet-Cafés mit Aliaspersonalien sowie kurzfristig angelegten E-Mail-Adressen.

Die Ermittlungen zu den vielfältigen und komplexen Tatgeschehen dauern weiter an.

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