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Seniorentag in Königswinter

Seniorentag in Königswinter
Seniorentag in Königswinter
Der zweite Seniorentag im Kloster Heisterbach informierte am Samstag, 06.07.2019, ältere Menschen über Themen ihres alltäglichen Lebens.

Bei den Teilnehmern kam die Mischung der Themen und Aussteller gut an - bei denen nicht das Altern selbst im Mittelpunkt stand, sondern die Frage, was man tun kann, um sein Leben gut zu gestalten – auch wenn man im fortgeschrittenen Alter ist.

Die Themen gesunde Ernährung, Sicherheit, neue Wohnmodelle, zwölf Mitmachaktionen vom ganzheitlichen Konzentrationstraining bis zum Rollator-Führerschein sowie Informationsständen von über 20 Einrichtungen und Vereinen sowie der Polizei Bonn bildeten das Programm an diesem sonnigen Tag. „Schön, dass Sie da sind und toll, dass die Polizei Bonn unseren Tag mit ihrem Polizeimobil unterstützt“ - so Elke Hundhausen die beim Forum Ehrenamt für das Seniorennetzwerk zuständig ist und die Veranstaltung maßgeblich mit organisiert hat, zur Begrüßung schon bei unserer Einfahrt.

Während des ganzen Tages war das Infomobil des Kommissariats Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei Bonn stets umlagert. Fragen zum Telefonbetrug, Gefahren an der Haustür, Einbruchschutz und Fahrraddiebstahl wurden den Ratsuchenden anschaulich erläutert. Insbesondere das Phänomen des Telefonbetrugs wurde den Teilnehmern in Beratungen und im Rahmen eines Vortrages an vielen beispielhaften Lebenssachverhalten an diesem Tage nahegebracht. „Dass der finanzielle Schaden 2018 in Nordrhein-Westfalen bei weniger als 300 erfolgreichen Straftaten zum Nachteil von uns Älteren bei über 12 Millionen Euro lag ist einfach unfassbar und unerträglich“, so eine Zuhörerin nach dem Vortrag von Helene Fuhrmann. Es sei schlimm, dass Menschen auf diese gewieften Täter reinfielen und so wenig misstrauisch zu sein scheinen.

Die bisher bekannt gewordenen Fallzahlen in diesem Jahr in NRW weisen in der Tendenz darauf hin, dass die Vorjahreszahlen leider noch übertroffen werden. Michael Markowsky, ebenfalls ehrenamtlicher Seniorenberater: „Wichtig ist aber, dass es den Tätern möglichst nicht gelingt, ihre Tat erfolgreich zu begehen - und da hilft nur Information und Appell zu kritischem Hinterfragen entsprechender Anrufe. Die Angerufenen sollten sofort auflegen und sich mit Dritten über den Anruf unterhalten. Er weiß, „einem Außenstehenden, der nicht in der Situation ist, fällt ganz schnell auf, dass es hier um einen Betrugsversuch geht.“

Umso wichtiger ist es, ältere Menschen zu sensibilisieren. „Viele sind einfach zu vertrauensvoll“, unterstützt ihn Thomas Beste. Der Polizist im Ruhestand engagiert sich ebenso wie seine ehemalige Kollegin Helene Fuhrmann, mittlerweile als einer von insgesamt 17 ehrenamtlichen Seniorenberatern, die tatkräftig das Kommissariat Kriminalprävention / Opferschutz des PP Bonn bei der Arbeit der Seniorenprävention unterstützen.