Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

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Zivilcourage - Danke!

Zivilcourage - Danke!
Zivilcourage - Danke!
Polizei ehrt couragierte Bürgerinnen und Bürger
Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa sprach aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern Dank und Anerkennung für ihr besonders couragiertes Verhalten aus.

Sie sind unsere Helden des Alltags. Die drei Frauen und drei Männer waren im vergangenen Jahr besonders aufmerksam, schauten nicht weg und erkannten akute Gefahrenlagen. Durch ihr beherztes und selbstloses Eingreifen haben sie maßgeblich dazu beigetragen, Schaden von Mitmenschen abzuwenden, in zwei Fällen sogar Menschenleben zu retten.

Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa nahm dies zum Anlass, diesen Mitbürgerinnen und Mitbürgern für ihre besondere Zivilcourage zu danken.

"Ihr Handeln soll auch Ansporn für viele andere Menschen sein. Was sie alle vereint, ist die Tatsache, dass Sie Anderen geholfen haben, die 110 gewählt haben und sich dabei nicht selbst in Gefahr begeben haben. Deshalb gebührt Ihnen unser Dank und unsere Anerkennung", sagte die Behördenleiterin bei einem Empfang am 30. Januar im Bonner Polizeipräsidium.

 

Hinsehen und Hilfe rufen

  • Aufmerksam war eine 72-jährige Rentnerin in Bonn-Duisdorf, als sie mehrere Jugendliche wahrnahm, die sich an geparkten Autos zu schaffen machten. Sie zögerte nicht und informierte umgehend die Polizei. Dank ihrer präzisen Beobachtung gelang es der Polizei, die sechs Tatverdächtigen noch im Nahbereich zu stellen.
     
  • Auch ein 48-jähriger Mitarbeiter eines Baumarktes reagierte schnell und gefahrenbewusst. Als sich eine Kundin in einem Telefonat verdächtig nach Tiergiften erkundigte, informierte er die Polizei. Zugleich gelang es ihm durch geschickte Gesprächsführung, die Frau genügend lange hinzuhalten und medizinische Hilfe zu organisieren.
     
  • Eine 49-jährige Frau schritt beherzt ein, als ein alkoholisierter Mann in einer Straßenbahn zwei Mädchen auf sexueller Grundlage beleidigte. Sie informierte den Fahrer und rief über Handy die Polizei. Dann redete sie auf den Betrunkenen ein, der daraufhin von den Jugendlichen abließ.
     
  • Zu Lebensrettern wurden zwei 50 und 57 Jahre alte Männer, die zu Fuß auf dem Venusberg unterwegs waren. Sie entdeckten eine Person, die soeben versuchte, sich an einem Pavillon zu erhängen. Die beiden zögerten keine Sekunde und befreiten ihn aus dem Seil. Letztlich hat ihm ihr beherztes Eingreifen das Leben gerettet.
     
  • Mutig und schlau half eine 61-jährige Frau dabei, zwei Telefonbetrüger dingfest zu machen. Die beiden jungen Männer hatten sich als Polizeibeamte ausgegeben und versucht, an ihr Erspartes zu gelangen. Die Dame informierte sofort die Polizei und ging nach Absprache zum Schein auf das Ansinnen der Betrüger ein - dann klickten die Handschellen.

Unsere "Heldinnen und Helden des Alltages" stehen stellvertretend für die vielen Menschen, die sich für andere stark machen, nicht wegschauen und in Notsituationen eingreifen. Wir sagen vielen Dank!

 

Helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen

Egal ob Gewalttat, Unglück oder andere Notlage: fünf Tipps, mit denen Sie helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen:

  • Ich fordere Andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf.
  • Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110.
  • Ich kümmere mich um Opfer.
  • Ich beobachte genau, präge mir Tätermerkmale ein.
  • Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.

Im Notfall immer sofort: 110