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Bonn-Kessenich: Aufdringliche Spendensammler unterwegs

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Bonn-Kessenich: Aufdringliche Spendensammler unterwegs
Männer geben vor für einen gemeinnützigen Zweck zu sammeln
Auf mutmaßlich falsche Spendensammler traf eine 67-jährige Frau am Donnerstagnachmittag (04.10.2018) gegen 14:00 Uhr auf der Karl-Barth-Straße in Kessenich.

Zwei Männer im Alter von ca. 20-30 Jahren stellten sich vor dem dortigen EDEKA-Markt Passanten in den Weg und gaben vor, für ein heilpraktisches Zentrum für Gehörlose zu sammeln. Angebliche Spendensammler, die sich oftmals selbst als Gehörlose ausgeben und angeben für einen vermeintlich gemeinnützigen Zweck zu sammeln, wenden sich häufig an ältere Menschen.

In Kessenich zeigten die Männer am Donnertag Klemmbretter mit Spendenlisten vor und belagerten ihr Opfer regelrecht. Die 67-jährige, die sich so genötigt fühlte, übergab dann auch einen 20 Euro-Schein. Im Nachhinein kamen ihr dann aber Zweifel und die Frau informierte am späten Abend die Polizei.

Das zuständige Kriminalkommissariat 24 hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen und mögliche weitere Geschädigte sich unter der Rufnummer 0228 15-0 bei der Polizei zu melden.

Die Polizei warnt vor betrügerischen Spendenaktionen:

  • Lassen Sie sich einen speziellen Spenden-Ausweis vorlegen. Seriöse Spendensammler können Ihnen eine Genehmigung oder einen Spendenausweis vorzeigen. Wenn Sie Zweifel haben, nehmen Sie von einer Spende Abstand.
  • Tagen Sie niemals Ihren Namen, Ihre Adresse oder Kontodaten auf oftmals mitgeführte Listen ein.
  • Häufig kommt es im Rahmen solcher "Spendenaktionen" auch zu Taschendiebstählen. Denn während die hilfsbereiten Passanten von einem der "Sammler" abgelenkt und bedrängt werden, haben dessen Komplizen leichtes Spiel. So werden Mobiltelefone oder Bargeld entwendet.
  • Halten Sie Distanz und seien Sie wachsam!
  • Informieren Sie die Polizei über den Notruf 110, wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich um seriöse Spendensammler handelt.