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Bonn-Tannenbusch/-Dransdorf/Andernach: Erneute Razzien bei mutmaßlichen Dealern

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Bonn-Tannenbusch/-Dransdorf/Andernach: Erneute Razzien bei mutmaßlichen Dealern
Umfangreiche Ermittlungen der Bonner Staatsanwaltschaft und der Ermittlungsgruppe Tannenbusch wegen des Verdachts des Drogenhandels führten in den frühen Morgenstunden erneut zu einem größeren Durchsuchungs- und Festnahmeeinsatz in Bonn-Tannenbusch.

Nach ersten Ermittlungen wurden drei der vorläufig festgenommenen, mutmaßlichen Drogendealer am Dienstagabend wieder entlassen. Ein 15-Jähriger wurde heute Vormittag wieder in die Obhut der Erziehungsberechtigten übergeben. Die Ermittlungen gegen die drei Männer und den Jugendlichen dauern weiter an.

Drei weitere Beteiligte (18, 23, 24) werden indes heute dem Haftrichter vorgeführt. Ihnen wird der gemeinschaftliche, gewerbsmäßige Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen vorgeworfen. Bei dem Einsatz stellten die Ermittler am Dienstag rund 29.000,- Euro mutmaßliches Dealgeld, etwa 160 Gramm Marihuana sowie mehrere Mobiltelefone und Tablets sicher. Weitere 10 Gramm Kokain konnten außerdem unter dem Fenster eines Durchsuchungsobjektes in Tannenbusch aufgefunden werden.

 

Meldung 1 vom 04.12.2018

Durch Hinweise von Bürgern und Kontrollen von zivilen Polizeikräften ergab sich der Verdacht, dass eine Gruppe überwiegend türkischstämmiger junger Männer im Alter von 15-24 Jahren einen schwunghaften Handel mit Marihuana betrieben haben soll. Die Verdächtigen sollen dabei insbesondere in den frühen Abendstunden im Umfeld der Berthold-Brecht-Gesamtschule, im Nahbereich des Erholungsgebiets an der Düne, auf angrenzenden Spielplätzen und in Bonn-Dransdorf tätig gewesen sein.

Die Ermittlungsgruppe Tannenbusch konnte durch verdeckte Ermittlungen sechs Tatverdächtige dieser Gruppe von mutmaßlichen Dealern identifizieren. Diese sollen täglich zwischen 40 und 80 "Kunden", aber auch Dealer mit Marihuana und Haschisch versorgt haben.

Nachdem konkrete Tatbeteiligungen beweiskräftig belegt wurden, erwirkte die Bonner Staatsanwaltschaft beim zuständigen Amtsgericht Durchsuchungsbeschlüsse für sechs Wohnobjekte in Tannenbusch sowie je eine Wohnung in Dransdorf und Andernach (Rheinland-Pfalz). Am frühen Dienstagmorgen (04.12.2018) wurden diese Objekte durch Kräfte der Kriminalpolizei, der Bereitschaftspolizei sowie der Diensthundestaffel des PP Bonn durchsucht.

Dabei wurden sieben Männer vorläufig festgenommen und ins Polizeipräsidium gebracht. Die Ermittlungen gegen sie dauern derzeit noch an. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten rund 29.000,- Euro mutmaßliches Dealgeld, etwa 160 Gramm Marihuana sowie mehrere Mobiltelefone und Tablets sicher.

Unabhängig von den Ergebnissen dieser Durchsuchungen werden die Ermittlungen in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft auch gegen weitere Tatbeteiligte und identifizierte Abnehmer fortgeführt.