Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

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Bonner Polizei warnt vor Betrügern

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Bonner Polizei warnt vor Betrügern
Über 50 Anrufe von falschen Polizeibeamten in Rüngsdorf, Mehlem und Niederholtorf
Die Anrufe falscher Polizeibeamten ebben nicht ab.Seit Dienstag wurden der Bonner Polizei über 50 Anrufe gemeldet, bei den die Betrüger versucht haben, an Geld und Wertsachen älterer Menschen in Bonn und der Region zu gelangen. Diesmal wurden Frauen und Männer in Bonn-Rüngsdorf. Mehlem und Niederholtorf mit Anrufen überzogen.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die Betrüger keinen Erfolg. Die Angerufenen ließen sich von den Anrufern nicht täuschen, sie beendeten frühzeitig die Telefonate und informierten anschließend die Polizei. Dennoch muss davon ausgegangen werden, dass die Betrüger weiterhin anrufen werden. Deshalb informiert die Bonner Polizei nochmals über die Vorgehensweise der Betrüger.

Die Täter sind mit diesem Trick seit geraumer Zeit bundesweit aktiv. Sie täuschen unter anderem vor, Polizeibeamte einer örtlichen Polizeidienststelle, Kriminalbeamte des Landeskriminalamtes, des Bundeskriminalamtes oder auch einer Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei zu sein.

Die perfide Vorgehensweise wird oftmals durch einen technischen Trick unterstützt: Im Display des Telefons der Angerufenen wird die örtliche Vorwahlnummer zusammen mit der 110 eingeblendet oder einer örtlichen Polizeidienststelle. Dies soll die Behauptung untermauern, dass es sich bei den Anrufern um Polizeibeamte handelt.

Es sind jedoch keine Polizisten am Telefon, sondern Trickbetrüger. Diese behaupten zum Beispiel, es habe zuletzt vermehrt Einbrüche in der Umgebung gegeben oder dass man bei festgenommenen Dieben einen Zettel mit der Adresse des Angerufenen gefunden habe. Daher müsse man die Bargeld- oder Schmuckbestände überprüfen.

Es gibt aber auch andere Szenarien, die ebenfalls nur ein Ziel haben: Die Betrüger versuchen ihre Opfer auszuspionieren, um an ihr Hab und Gut zu kommen. Danach folgt das Angebot, den Schmuck oder das Bargeld von einem Kriminalbeamten abholen zu lassen. Dieser werde es an einen sicheren Ort bei der Polizei bringen.

Durch diese Vorgehensweise, bei der die Opfer in Angst versetzt werden, haben Betrüger schon hohe Summen erbeutet, auch weil sie sofort nachsetzen und ihren Opfern kaum Gelegenheit geben, über das Gespräch nachzudenken.


Auch auf Grund der umfangreichen Medienberichterstattung in den vergangenen Monaten wissen viele Menschen um diese kriminelle Masche der Betrüger und geben den Anrufern keine Chance. So auch in Plittersdorf. Die dort Angerufenen ließen sich von den Anrufern nicht täuschen. Sie beendeten frühzeitig die Telefonate und  informierten anschließend die Polizei.

Die gibt weitere Verhaltenshinweise zum Schutz vor den Betrügern:

  • Lassen Sie sich den Namen nennen, legen Sie auf, rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an und schildern Sie den Sachverhalt.
  • Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei,Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.
  • Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.

In Anhang finden Sie einen Flyer mit Tipps zum Schutz vor den Telefonbetrügern, den Sie gerne an lebensältere Angehörige, Freunde oder Bekannte weitergeben können. Bitte weisen sie diese Menschen auf die Masche der Betrüger hin.

Informationen finden Sie auch unter:https://polizei.nrw/artikel/betrueger-geben-sich-am-telefon-als-polizeibeamte-aus