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Hinweiseingänge im Mordfall Claudia Ruf - Auch nach der Bearbeitung von mehr als 2000 Spuren beschäftigen aktuelle Hinweise Mordkommission und Staatsanwaltschaft

Gut ein Jahr nach Beginn der eng mit der Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft abgestimmten Arbeit der Mordkommission "Claudia Ruf" arbeiten die Ermittlungsteams auch weiterhin an aktuell angelegten Spurenkomplexen: In einer Presseerklärung vom 12.11.2020 riefen die Fahnder die Öffentlichkeit erneut zu Hinweisen mit einem möglichen Zusammenhang zur Tatzeit im Mai 1996 auf. Hierbei liegt der aktuelle Fokus der Ermittler ganz besonders auch auf der Gruppe möglicher "auswärtige Personen", für die die Zeugen mögliche Bezüge nach Grevenbroich-Hemmerden beschreiben können. Darüber hinaus sind Hinweise auf Männer, die sich auch nach der Tatzeit auffällig verhalten haben, weiter von großem Interesse.

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/7304/4760958

Im Zusammenhang mit diesem Aufruf gingen bereits einige Hinweise ein. "Bei uns sind bislang 15 Hinweise, teilweise mit aktueller Ermittlungsrelevanz, eingegangen. Diese Hinweise beziehen sich sowohl auf auswärtige Personen und ihre Hemmerdener Anlaufstellen, als auch auf Personen, die sich in ihrem persönlichem Umfeld zur Tatzeit im Mai 1996 und danach in verdächtiger Weise verhalten haben", erklärt hierzu der Leiter Mordkommission, EKHK Reinhold Jordan. Auch 24 Jahre nach der Tat sind Staatsanwaltschaft und Polizei von der enormen Wichtigkeit eingehender Hinweise überzeugt - hierbei wissen auch alle Beteiligte, dass es durchaus Hemmnisse für mögliche Zeugenhinweise geben kann: "Wir stellen immer wieder fest, dass es durchaus mehrerer Aufrufe bedarf, bis Personen bereit sind, ihre Verdachtsmomente mitzuteilen. Ein Grund hierfür könnte zum Beispiel sein, dass Hinweise möglicher Zeugen aus dem persönlichen Umfeld des Täters stammen und daher mögliche Konflikte im Bekannten- und Verwandtenkreis befürchtet werden. In begründeten Fällen werden Hinweise daher vertraulich behandelt. Genauso wichtig sind uns auch Hinweise auf Personen, welche regelmäßig Kontakte nach Hemmerden pflegten, wie z.B. die Nutzung einer Örtlichkeit für eine Freizeitbeschäftigung/Hobbys etc.", erklärt die für den Fall zuständige Oberstaatsanwältin, Frau Carola Guddat.

Die Ermittler der "MK Ruf" gehen zusammen mit ebenfalls weiter mit dem Fall beschäftigten Profilern des LKA NRW weiter davon aus, dass Claudia Ruf am 11.05.1996 zwischen 18.30-18.45 Uhr entweder

in eine vom "Gassiweg" unweit gelegene Hemmerdener Wohnung, Garage, Werkstatt oder sonstige Räumlichkeit des Täters gelockt wurde oder auf einen Täter stieß, der mit einem Wagen im Bereich seiner Anlaufstelle in Hemmerden unterwegs war und sie zu einem verfügbaren Raum außerhalb des Ortes entführte. Der Hund TJ, mit dem Claudia Ruf zur Tatzeit unterwegs war, kehrte alleine zu seinem Hundehalter zurück.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, sind aktuell 5.000 Euro ausgelobt. Zeugen können sich auf jeder Polizeidienststelle melden oder sich unter der Rufnummer des weiterhin geschaltetem Hinweistelefons 02131 - 300 25252 mit den Ermittlern in Verbindung setzen.

 

Pressemeldungen zum Mordfall:

12.11.2020 - Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen dauern weiter an - Mehr als 2.200 DNA-Spuren überprüft - Staatsanwaltschaft und Mordkommission bitten weiter um Hinweise
20.11.2019 - Beitrag in der Sendung "WDR - Hier und Heute" zu Profiling und Cold Case-Management des LKA NRW
16.11.2019 - Polizei informiert in Hemmerden über bevorstehende DNA-Reihenuntersuchung
Video

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Appell zur Mitwirkung beim DNA-Test der Mordkommission1:30 MinutenWDR Köln

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