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Bonn-Tannenbusch/Alfter/Königswinter/Meckenheim: Erneuter Schlag gegen den Drogenhandel

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Bonn-Tannenbusch/Alfter/Königswinter/Meckenheim: Erneuter Schlag gegen den Drogenhandel
Nach mehrmonatigen Ermittlungen der Ermittlungsgruppe (EG) Tannenbusch durchsuchten rund 150 Einsatzkräfte am frühen Dienstagmorgen (15.09.2020) insgesamt 15 Wohnobjekte in Bonn, Alfter, Königswinter und Meckenheim. Die Schwerpunkte der Aktion lagen dabei mit sieben Objekten in Bonn-Tannenbusch sowie mit vier Wohnungen in Alfter.
Polizei Bonn
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Die Ermittlungen richten sich insbesondere gegen einen 41-jährigen Tatverdächtigen aus Alfter. Bei der EG Tannenbusch gingen zurückliegend Hinweise darauf ein, dass dieser über Drogenverstecke in Tannenbusch verfügen soll, von denen aus ein reger Handel mit Amphetamin, Kokain und Marihuana betrieben wird. Umfangreiche verdeckte Ermittlungen führten zur Identifizierung von mehreren tatverdächtigen Mittätern, mutmaßlichen Bunkerwohnungen und von den Tatverdächtigen genutzte Garagen, Kellerräume und einen Schrebergarten.

Bei der Durchsuchungsaktion, bei der auch Beamte der Bereitschaftspolizeihundertschaft aus Bonn und Köln eingesetzt waren, wurden zeitgleich die möglichen Verstecke sowie die ermittelten Anschriften der Tatverdächtigen aufgesucht. Neben drei Diensthundeführern mit Rauschgiftspürhunden kam dabei auch ein Sprengstoffspürhund des Polizeipräsidiums Bonn zum Einsatz, da in einem Versteck eine Pistole vermutet wurde.

Im Rahmen der Maßnahmen wurden diverse Betäubungsmittel, darunter mehrere hundert Gramm Marihuana, zwölf Cannabispflanzen mit Anbauzubehör, Kokain und Amphetamin sichergestellt. Auch mehrere tausend Euro mutmaßliches Dealgeld, mehrere Stich-, Stoß- und Schusswaffen sowie beweiserhebliche Mobiltelefone und Unterlagen fielen den Ermittlern in die Hände. Der SUV des 41-Jährigen wurde ebenfalls sichergestellt. Nicht nur, dass er im Verdacht steht mit dem Pkw Betäubungsmittel ausgeliefert zu haben - er war auch nahezu täglich mit dem Wagen gefahren, obwohl er nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis ist.

In einer sogenannten Bunkerwohnung an der Oppelner Straße in Tannenbusch hielt sich ein 51-Jähriger auf, der von der Staatsanwaltschaft Bonn bereits mit zwei Haftbefehlen gesucht wurde. Nach Abschluss der erkennungsdienstlichen Maßnahmen wird er einer Justizvollzugsanstalt zugeführt, wo er 11 Monate Freiheitsstrafe verbüßen muss.

Der 41-jährige sowie fünf weitere Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen und dem Polizeipräsidium zugeführt. Hier entscheidet sich nach Auswertung der Ermittlungsergebnisse und Prüfung von Haftgründen, ob sie auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Richter vorgeführt werden.

Durch die Ermittlungen und Durchsuchungen haben sich neben dem Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen auch der Verdacht von Hehlerei und Betrug ergeben. Hierzu dauern die Ermittlungen an.